Was ist eigentlich Forró?

O que é forró?

Brasilien ist eine Mischung von Kulturen.

Es gibt verschiedene Einflüsse von Ureinwohnern (Índios),  ehemaligen afrikanischen Sklaven als auch von europäischen und asiatischen Einwanderern. Alle sind Sie da.

 

Diese Mischung spiegelt sich natürlich auch im kulturellen Leben des Landes, insbesondere in den unterschiedlichen Tanzstilen wieder.

Der Begriff Forró bezeichnet ein Fest, bei dem nordöstliche Rhythmen gespielt und zu Ihnen getantzt  wird. Einige diese Rhythmen sind Coco, Xaxado, Baião, Xote, Arrasta-pé (ou quadrilhas) und der Forró selbst.  Viele verschiedene brasilianische Tanz- und Musikrichtungen haben Forró inspiriert (z.B. Samba, Maracatu, Carimbó, Rojão, Caboclinho, Frevo und Siriri).

 

Coco de Roda

Der vielleicht älteste Ursprung des aktuellen Forrós. Coco ist nicht nur ein Rhythmus, sondern auch eine Körpersprache, eine Philosophie und eine Lebenseinstellung. Es ist das Resultat des Zusammenlebens der Índios- und der afrikanischen Sklaven.

 

Xaxado

Xaxado ist der Tanz der „cangaceiros“, der Räuber-Bande von Lampião – auch genannt Robin Hood vom Sertão. Getanzt wird im Kreis, der rechte Fuß markiert den 3ten und den 4ten Takt seitlich, der linke Fuß wird herangezogen, in einer schnellen und bodennah Bewegung. Währenddessen wird das Gewehr auf den Boden gestampft. Der Name des Tanzes kommt von den Geräuchen der Sandalen am Boden.

 

Baião

Der Baião das populärste Musikgenre des Forrós. Es ist eine Mischung von Melodien der „cantadores de viola“ (ländlische Gitarrenspieler), Maracatu und Coco. Luiz Gonzaga – der „Rei do Baião“ („König des Baiãos“) – vereinte diese Melodien in den 1940er Jahren und gab Ihnen den Namen Baião. Es ist ein Binär-Rhythmus, ähnlich dem afrobrasilianischen Folkstanz Lundu

(Ursprung des Samba). Der afrikanischen Lundu wurde in den  Nordosten Brasiliens mit dem Namen „Baiano“ mitgebracht.

„Ist er also wirklich deine Idee Luiz?“

Luiz Gonzaga schrieb mehr als 700 Lieder. Als Antwort für die obige Frage gab er lachend an: „Ich glaube schon!“.

Sicherlich war Ihm klar, dass in diese Musik viele folkloristische und ländliche Einflüsse einflossen. Im ländlichen Nordosten (sertão) gab es wenig Bezug zu diesen Kompositionen: „Es ist, als ob die Melodien mit uns geboren wurde. Wir alle waren Künstler und hatten Rechte über diese Musikrichtung“, so Luiz.

 

Xote

Im Gegensatz zum Coco hat der Xote einen europäischen Ursprung und entstand aus den  Tanzbällen der Aristrokaten am Ende des 19ten Jahrhunderts. Schottische, deutsche und ungarische Tänze verbreiteten sich in den ländlichen Regionen Brasiliens und entwickelten sich zum „xote malandro“ („Knoten-Xote“) oder auch „xote de forró“. Wie der „Baião“, hat auch Xote ein Binär-Rhythmus, ist aber langsamer, wie Polka.

 

Arrasta-pé

Arrasta-pé wird in einem schnelleren Rhythmus getantzt und wird beschrieben als : „Fuß-Schleppen“. Traditionell im (brasilianisch, winterlichen) Juni werden die „Festas Juninas“ im Gedenken an die römisch-katholisch Heilige Santo Antônio (Heiliger Antonius von Padua am 13. Juni), São João (Heiliger Johannes am 24. Juni), São Pedro und São Paulo (Heiliger Peter und Heiliger Paul am 29. Juni) gefeiert. Dort werden Arrasta-pé-Rhythmen gespielt und ein Gemeinschaftstanz namens „Quadrilha“ getanzt. Dieser Tanz hat seinen Ursprung in den französichen „quadrille“ die im XII Jahrhundert in Frankreich und in Brasilien seit dem Jahr 1603 – modifiziert mit den Instrumenten „Pandeiro“, „Zabumba“, Triangel und Acordeon- getanzt wurden.

 

 

Forró wird unterteilt in:

  • Forró tradicional (forró pé-de-serra)

Charakteristisch im alltäglichen Leben des Nordostens Brasiliens Einwohner in den 30/40er. Ursprünglich gespielt von Trios: mit Rabeca / Pífe, Triangulo und Zabumba. Die Rabeca wurde später ersetzt durch die Sanfona (Fole ou Acordeom).

Der Tanz ist eher simpel, mit wenig Drehungen und ohne einstudierte, komplexe Kombinationen. Luiz Gonzaga, Jackson do Pandeiro und Dominguinhos sind die bekanntesten Musiker diese Generation.

  • Forró universitário

Forró universitário hatte seine erste Phase in 1975. Nachdem viele Einwohner des Nordostens Brasiliens nach Südosten auswanderten, wurde dieser Tanz von den Studenten entdeckt. Einige der bekanntesten Musiker dieser Zeit waren Gilberto Gil, Alceu Valença, Zé Ramalho, Elba Ramalho und Geraldo Azevedo.

Am Ende der 90er Jahren entstand dann die zweite Hochphase des Forró Universitários. Es wurde mit anderen Instrumenten (wie Schlagzeug, Bassgitarre, Saxofon, Violine, …) experimentiert und andere Musikgenres eingemischt (Rock`n Roll, Funk, Reggae, …). Mit der Variationen in der Musik fanden auch mehr Drehungen, „Moves“ ihren Weg in den Tanz. Die Musiklabels bemerkten die neue Popularität und gaben der Musik den Namen „Forró Universitário“. Bekannte Bands aus dieser Zeit sind z.B.: Falamansa, Bicho de Pé und Forróçacana.

  • Forró eletrônico

Noch in den 90er Jahren, begangen einige Gruppen etwas gewagteres Vokabular, ausgefallende Klamotten und  elektronischee Instrumenten (Acordeon wird in manchen Fällen sogar durch eine elektronische Orgel getauscht) im Forró zu verwenden. Viele Musiker nannten diese Version des Forrós auch „Forró de Plástico“ (Forró aus Plastik). Es wurde so viel geändert, dass nur noch schwer zu erkenne war, dass es sich um Forró handelte. Einige bekannte Persönlichkeiten dieser Richtung sind Frank Aguiar, Genival Lacerda, Mastruz com Leite und Calypso.

 

 

Forró in der heutigen Welt:

Inzwischen tanzt man Forró auf der ganzen Welt. In Portugal, Frankreich, Russland, Finnland, England, Holland, Spanien, Italien, Schweden, Österreich, in der Schweiz, … Auch in Aachen („Forró Aachen“), Berlin („Tome Forró“), Frankfurt („Casa do forró de Frankfurt“), Freiburg („Forrózin Freiburg“), Hamburg („Projeto Forró de Hamburgo“), Heidelberg („Forró Daki“), Köln („Forró de Colônia“), München („Munique dança forró“) und Stuttgart („Forró de domingo“) erfreut er sich zunehmender Beliebtheit.

Und jetzt wird er auch in Göttingen („Forró Sozial“) getanzt!

Forró wird Barfuß oder mit flachen, einfachen Schuhen getanzt. Die Verbindung zur Erde und die Verbindung zur Natur sind wichtige Komponente der Musik und charakteristisch für den Tanz. Das Tanzpaar bewegt sich synchron miteinander im Rhythmus der folkloristischen Klänge. Die körperliche Nähe mag anfangs ungewohnt sein, wird jedoch erstaunlich schnell als selbstverständlich empfunden.

Im August 2017 veröffentlichte Catarina Caldas ihre Bachelor Arbeit mit dem Titel: “Die Entwicklung des Forró in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts”

Ende 2017 erschien auf Englisch die Broschüre “What is forró – Text by Ivan Dias and Sandrinho Dupan (2017)” welche die Herkunft, Charakteristik und Ausbreitung des Forró beschreibt.

It is a great pleasure to share the book “What is Forró?”, english version, that shows the basis and a little bit of history, music and dance. It has been released by Editora LATUS, that is an cultural label of Eduepb, Universidade estadual da Paraíba.

The book talks about the origin, the meanings of the word Forró, the main rhythms, basic steps for the dance, its evolution since the 1940s until now and its main artists.

It is a book thas has been writed in partnership with the musician and researcher Sandrinho Dupan, from Campina Grande – PB. Revision and final text by Fernando Moura, journalist, researcher and writer, from de João Pessoa – PB.

Special thanks to our friends who helped on translation: Chinedu Okoye, Melanie Buschmann and Prof. Dra. Marta Costa.

O Brasil é uma mistura.

Dos antepaçados Índios até escrevos africanos, passando por muitas influências européias e com muitos moradores asiáticos. Estão todos lá. Essa mistura estã presente nas expressões culturais e, assim, nas diversas danças brasileiras.

 

O termo forrobodó - expressão africana, de origem bantu (Tronco linguístico afro-brasileiro, sendo base cultural de identidade no brasil escravista), significa "algazarra", "festa para a ralé", "arrasta-pé". Além do mais, "forró" é a contração de "forrobodó".

 

Adotamos o forró como um sinônimo de festa onde se toca e dança uma sequência de ritmos nordestinos, como coco de roda, xaxado, baião, xote, arrasta-pé (ou quadrilhas) e, claro, o próprio Forró. É óbvio que os diferentes ritmos já existentes no Brasil, como Samba, Maracatu, Carimbó, Rojão, Caboclinho, Frevo e Siriri (entre outros), influenciaram o forró imensamente.

 

O forró possui semelhanças com o toré e o arrastar dos pés dos índios, com os ritmos binários portugueses e holandeses, porque são ritmos de origem européia a Chula, denominada pelos nordestinos de simplesmente "Forró", xote ("Xotis"), o termo correto, e variedades de Polkas européias que são chamadas pelos nordestinos de arrasta-pé e ou quadrilhas.

 

Coco de Roda

 A mais antiga das manifestacoes do atual forró. Coco nao é só um ritmo, mas uma expressao corporal, um comportamento, uma atitude de uma comunidade. Foi uma troca de informacoes entre escrevos e índios.

 

Xaxado

O mestre Luís Gonzaga teria definido o Xaxado como a dança dos cangaceiros, dançada em roda, batendo o rifle. O xaxado é dançado em círculo e em fila indiana, sem volteio, avançando o pé direito em 3 e 4 movimentos laterais e puxando o esquerdo, num rápido e deslizado sapateado. O nome da dança, desta forma, é uma onomatopéia do som característico produzido pelas sandálias arrastadas no chão.

 

Baião

O Baião é um dos principais gêneros musicais constituintes do Forró, e tem como autor e principal expoente Luís Gonzaga. É uma mistura das melodias dos cantadores de viola com um pouco de maracatu e coco, a qual Luiz Gonzaga – o „rei do baião“ – batizou como Baião. Este tem um ritmo binário, que provavelmente deriva do lundu africano (que também é a origem do samba). O lundu africano foi levado ao Nordeste com o nome de baiano, e teria sofrido uma "colisão homonímica" com o verbo bailar, de onde teria saído a termo baião.

„Isso é seu mesmo, Luiz?“, perguntou Humberto Teixeira uma vez. Luiz, que escreveu mais de 700 músicas, respondeu rindo à pergunta com um „acho que sim!“. Ele mesmo sabia, que muito do que ele compunha vinha de suas lembranças sertanejas. „É como seu as melodias nascessem conosco. Nós todos eramos artistas e tínhamos direito sobre as músicas“, dizia ele.

 

Xote

Já, o xote, que é de origem européia - surgido no Brasil nos salões aristocráticos da época da Regência, ao final do século XIX saiu dos salões urbanos para incorporar-se às regiões rurais, onde muitas vezes aparece com outras denominações. Luíz Gonzaga teria afirmado que o xote "veio do estrangeiro", mas no sertão eles criaram o "xote malandro, xote pé-de-serra, xote de forró", o qual não mais era "do estilo escocê". Assim como o Baião, o Xote tem um ritmo binário mais lento que a polca. O autor ainda afirma que há quem diga que é uma dança originariamente alemã, e outros que seria húngara.

 

Arrasta-pé

Arrasta-pé é uma anatopéia ao arrastar das chinelas no chão. Uma dança mais rápida, tradicional das festas juninas. Essas festas, antigamente Joaninas (devido à São João), são a celebração dos Santos: Santo Antônio (13 de junho), São João (24 de junho), São Pedro e São Paulo (29 de junho). Nelas são famosas as „Quadrilhas“, que vem do francês „quadrille“ do século XII e já era dançado no Brasil em 1603 com Pandeiro, Zabumba, Triângulo e Acordeom.

 

Forró

A palavra "forró" aparece pela primeira vez numa letra de música em 1949, em Forró do Mané Vito, de Luís Gonzaga e Zé Dantas. Surgiria então o gênero musical Forró - segundo José Calixto da Silva, ou Zé Calixto, há o gênero musical denominado forró, oriundo do côco, do xaxado e do baião. "Antigamente era um baião quadrado que o Luís Gonzaga fazia. Com o tempo teve uma alteração de acento que ficou diferente e que hoje se chama forró". Há aqueles que dizem que o forró é mais do que um gênero musical, é uma forma de tocar.

Forró é dividido em:

  • Forró tradicional (forró pé-de-serra)

É caracterizado por ter como fonte de inspiração artística o universo rural do sertanejo, e tem origem em meados das décadas 1930 e 40, no Nordeste. É tocado por trios de zabumba, sanfona e triângulo dando característica tímbrica singular à música. A dança é simples, com poucos giros ou formações. Luiz Gonzaga, Jackson do Pandeiro e Dominguinhos são os mais conhecidos dessa geração. Antigamente, ao invés da sanfona, eram mais comuns a Rabeca e o Pífe (Pífano).

  • Forró universitário

Teve sua primeira fase em 1975, quando jovens universitários começaram a dançar e a tocar, embalados principalmente pelos sucessos de Luís Gonzaga e Jackson do Pandeiro, nas casas noturnas de São Paulo. Alceu Valença, Zé e Elba Ramalho e Geraldo Azevedo eram os artistas mais conhecidos. Contudo, nesta época o forró chegou ao meio universitário sem ser transformado por ele.

O atual é diferente, inclusive musicalmente, até mesmo por ter uma raiz mercadológica impossível de passar despercebida. Na década de 1990, quando os jovens, principalmente de São Paulo, Minas Gerais e Rio de Janeiro começaram a tocar e a dançar o forró pé-de-serra com toda a diferença cultural existente entre os crescidos nestes Estados e os crescidos no Nordeste, o que inclui o fato da inserção de novos instrumentos musicais (como violão, contra-baixo e percussão), fusões com outros gêneros (fortes influências do Rock`n Roll, do Samba, do Funk e do Reggae). Estas influências introduziram características peculiares no passo básico (marcação atrás) e em variações, tais como giros mais complexos, e aqui, além de não serem somente da dama, são freqüentes. Entre as bandas que tocam o FU podemos citar: Falamansa, Bicho de Pé e Forróçacana.

 

  • Forró eletrônico

Também originado na década 1990, mostra uma linguagem estilizada e um visual chamativo, com grande destaque para os instrumentos eletrônicos (guitarra, contra-baixo e principalmente o órgão eletrônico, o qual substituiria a sanfona). A dança também é mais estilizada, não sendo mais “miudinha” (passos pequenos) como no FPS e no FU. Aqui estão incluídos Frank Aguiar, Genival Lacerda e as bandas Mastruz com Leite e Calypso.

A transformação gera controvérsias e disputas. O cantor Chico César, criticou as bandas mais “modernas”, que chamou de “forró de plástico”. No mesmo tom, Dominguinhos, fiel ao forró original, já alegou que as bandas novas mudaram tanto o estilo que “não dá pra dizer que aquilo é forró”.

 

Forró no mundo de hoje:

Atualmente se dança forró no mundo inteiro. Em Portugal, França, Rússia, Finlandia, Inglaterra, Holanda, Espanha, Itália, Suécia, Áustria, Suécia, … e também em Aachen („Forró Aachen“), Berlim („Tome Forró“), Frankfurt („Casa do forró de Frankfurt“), Freiburg („Forrózin Freiburg“), Hamburg („Projeto Forró de Hamburgo“), Heidelberg („Forró Daki“), Köln („Forró de Colônia“), München („Munique dança forró“) e Stuttgart („Forró de domingo“) ele vem fazondo sucesso. E agora também em Göttingen („Forró Sozial“)!

É com grande prazer que compartilhamos a cartilha “O que é o Forró´”, com os fundamentos, um pouco de história, música e dança. Lançada pela editora LATUS selo cultural da Eduepb, Universidade estadual da Paraíba.

A cartilha conta um pouco sobre a origem, os significados da palavra forró, seus principais ritmos, passos básicos da dança, a evolução desde os anos de 1940 até hoje e os seus principais artistas.

Um livro escrito em parceria com o músico e pesquisador Sandrinho Dupan, de Campina Grande – PB. Com revisão e redação final de Fernando Moura, jornalista, pesquisador e escritor, de João Pessoa – PB.

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